ENJOY, LIFESTYLE — 18. Oktober 2011 20:52

FUTTERNEID

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Dank Wikipedia haben wir zum Thema Futterneid gleich die passende und auch kompakte Definition dieses Begriffes: 

Futterneid ist eine vermenschlichende, also nicht-wissenschaftliche Bezeichnung für ein Konkurrenzverhalten, das bei vielen in Gruppen lebenden Wirbeltieren zu beobachten ist, wenn sie Nahrung gegen Konkurrenten ihrer Art verteidigen oder beim Fressen Nahrungskonkurrenten auf Distanz halten.“

Dass sich Affen, Löwen, Füchse und Kaninchen gegen ihre Konkurrenten wehren (müssen) ist mir irgendwie verständlich. 

Warum aber benimmt sich der Homo sapiens wie ein taktloses Hundsvieh wenn es um das Schlange stehen am Buffet geht? 

Erstens ist – meist – ausreichend vorhanden und zweitens ist es der Charme des Buffets mehrere Mal zugreifen zu können.

Daher – Liebe Leser – auch die kleinen Teller.

Diese brechen meist unter der Last und Gier des Menschen und werden komplett zweckentfremdet. Bergeweise stapeln sich kalt und warm, süß und salzig auf dem kleinen, armen Tellerchen. Diverse Salatsaucen vermengen sich mit Schweinsbratensud und ergeben eine unansehnliche Pampe.

Und dann wird man auch noch verdrängt, gestoßen, gezwickt und geschubst. Wehe dem, der vergessen hat das Besteck oder eine Serviette mitzunehmen, die immer am Anfang des schwedischen Tisches versteckt sind. Raunzen, fauchen, tödliche Blicke … all das muss man in Kauf nehmen, wenn man sich mit Artgenossen, die an Futterneid leiden, ein Buffet teilen muss.

Das Schlimmste jedoch: die aufgetürmten Portionen werden meist nicht aufgegessen. So bleiben verdreckte Tischtücher und halbvolle Teller übrig. Und diese kann man wahrlich nicht der Berliner, Frankfurter oder Münchner TAFEL spenden!

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