LIFESTYLE, WELLNESS — 15. Oktober 2011 13:58

Hotel Arosea in Südtirol

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Ein Stückchen Heimat in Südtirol

Berge, Schnee, Sonne, Wasser, Natur… All dies begehre ich im Winter, um meiner Seele die innere Ruhe im Alltagsstress wieder geben zu können. Und Berge sind für mich der Inbegriff von Stärke, Schönheit und Naturgewalt.

Ich vermisste diese Naturschönheiten zum ersten Mal, als ich einige Zeit in Berlin lebte. Schöne Stadt, eine Großstadt, viele träumen davon, hier leben zu können. Doch irgendwie fehlte mir was und es wurde mir bewusst, als ich meinen Winterurlaub bei der Familie in meiner Heimat Bayern verbrachte. Sicherlich war auch die Familie für das Heimweh ausschlaggebend, aber da war noch was anderes: es war dieser Geist des Südens, der in mir spuckte, der wieder erwachte, als ich nahe der Berge weilte. Ich verspürte ein wohliges Gefühl bei ihrem Anblick. Danach war mir klar, dass ich wieder zu ihnen ziehen musste. Und ich tat es.

Nun, dieses Jahr fuhren meine bessere Hälfte und ich nach Südtirol zum Wellness-Urlaub in die Berge. Das Hotel, ein Vier-Sterne-Haus, lag oberhalb der Stadt Meran in 1100 Meter Höhe. Ich freute mich vor allem auf den meterhohen Schnee.

Schon die Hinfahrt war ein Genuss. Der Anblick der Alpen ließ mein Herz höher schlagen und ich kam aus dem Entzücken gar nicht mehr raus. Dann passierten wir den Brenner und ich hielt inne: „Boah, das sieht hier aus wie in Bosnien!“ „Echt, wie kommst Du denn darauf?“ „Naja, die Hügellandschaft und die Natur, ich fühle mich, als ob ich gerade auf dem Weg nach Sarajevo sei, nur dass hier die Straßenverhältnisse besser sind!!!“

Endlich erreichten wir das Arosea Life Balance Hotel, dass, wie erwartet, in einer Bilderbuch-Winterlandschaft lag, platziert am Ufer eines Sees, der komplett vereist war. Eine Wintermärchenkulisse.

Als wir das Hotel betraten, fiel mir sofort der Geruch auf. Es roch überall nach frisch gehacktem Holz und Wolle. Der Hotelbesitzer erzählte uns, dass das Haus mit Baustoffen aus natürlichen Ressourcen erbaut wurde, die aus der Gegend stammen: Zirbelholz, Schiefergestein, Schafwolle. Und die Auswahl dieser Materialien richtet sich nach bestimmten Schwingungsenergien:

  • Zirbelholz: senkt die Herzfrequenz, steigert Vitalität, antibakterielle Wirkung
  • Schafwolle: natürliche Thermo-Regulations-Eigenschaft und Selbstreinigungsfunktion
  • Schieferstein: bewahrt vor gesundheitsbelastenden Strahlen, wirkt aufbauen und stärkend

Auch das uns zugewiesene Zimmer, die sog. Familien-Suite, war ein Gedicht: zwei Schlaf-, ein Wohnzimmer, großes Bad mit Dusche und Badewanne, ein Ankleidezimmer und, das Schmankerl dieser Räumlichkeiten, eine 25m² große Südterrasse mit Blick auf die Berge.

Doch da war noch etwas, das meinen Aufenthalt versüßte. Meine Eltern haben ihr Haus am Stadtrand von Sarajevo in einem Natur-Wasserschutzgebiet ihr Haus errichtet. Berühmt ist dieses Gebiet aufgrund seines guten Quellwassers, das ich bis heute so gerne trinke. Und ich freue mich zweimal im Jahr darauf, wenn ich dahin fahre. Und Arosea ließ mich beim Trank an Bosnien erinnern. Mitten im Wohnzimmer ist ein Wasserhahn aufgebaut und daraus kann man den ganzen Tag über Quellwasser schöpfen. Ich bekam vom Wasser gar nicht genug. Matthias schüttelte grinsend den Kopf über mich. Und dieses herrliche Wasser war überall im Hotel zu finden: in der Sauna, im Schwimmbad, im Restaurant, eben wie in Sarajevo, der „Stadt der Wasserbrunnen“.

Wir genossen die Zeit im Hotel und tankten Kraft in der Sauna, beim Schwimmen, in den Ruheräumen auf. Und beim Erkunden der Gegend. Das Schöne an ihr war: sie ist nicht so stark Touristen erschlossen. Holzhütten, Kuhställe, kleine Dörfer sind um das Hotel herum gelegen und die Menschen leben hier traditionell wie seit Jahrhunderten, typisch „südtirolerisch“ eben.

Und dieses Südtiroler Gefühl möchte das Hotel vermitteln, vor allem beim Essen.  Das Hotel legt großen Wert auf naturbelassene, regionale und biologische Produkte und deren schonende Zubereitung. Die Küche ist angepasst an die nouvelle quisine, kombiniert mit Südtiroler Tradition. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Kalbsfilet im Heumantel (von Gras der Umgebung natürlich) serviert wird. Und es schmeckt hervorragend. Und der Gaumen wird mit weiteren Delikatessen der Region verwöhnt: Käse, Schinken, Brot (vor allem die Vinschgauer haben es mir angetan) und die hervorragenden Teesorten vom Kräuterreich Wegleit.

Wir haben uns für dieses Hotel entschieden, um uns hier verwöhnen zu lassen, Kraft zu tanken, die Seele gemeinsam taumeln zu lassen. Wir nutzten das angebotene Wellness-Programm und kamen in den Genuss von tollen Massagen (klassische Ganzkörpermasse und Detox-Saugglocken-Massage), sowie Beautyanwendungen. Dafür zahlt man gerne. 

Es gibt ein altes Sprichwort in Sarajevo: „Wer einmal von den Wasserquellen von Sarajevo trinkt, kehrt immer wieder gerne hierher zurück“. Es könnte auch auf das Hotel Arosea in Südtirol treffen.

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